Acolon

Der Acolon ist eine Kreuzung zwischen dem Blaufränkisch und Dornfelder, welche 1971 im würtembergischen Weinsberg vorgenommen wurde. Der Sortenschutz für diese neue deutsche, rote Rebsorte wurde im Jahr 1996 beantragt. Sechs Jahre später wurde sie zugelassen und vier weitere später waren bereits 428 Hektar bestockt. Inzwischen wird Acolon neben Würtemberg auch in der Pfalz, Franken und Rheinhessen angebaut. Ebenso wie Regent gilt Acolon auch als aktuelle Moderebsorte, deren Eigenschaften ideal den deutschen Anbaubedingungen entsprechen. Diese Besonderheit stellt ein Vorteil zu den sonstigen, klassischen und internationalen Reben dar. Doch wie so oft gibt es auch eine Kehrseite der Medaille, denn um eine neue Züchtung zu etablieren und den Konsumenten nahe zu bringen, bedarf es einen langen Atem. Dieser hat sich bereits in Würtemberg, wo sich die Qualität bereits rum gesprochen hat, bewährt. Ideal für Acolon sind Lagen, an denen auch Spätburgunder gut gedeiht. Acolon treibt relativ spät aus, zählt aber trotzdem zu der Kategorie der früh reifenden Reben. Im Vergleich zu den beiden Elternteilen, erreicht Acolon ein hohes Mostgewicht. Obwohl die Erträge sehr hoch sind, liefern die Trauben die Grundlage für dichte und feine Weine mit zarten Fruchtaromen. Die Weine gelten als harmonisch. Hinsichtlich der Farbe hat der dunkle Dornfelder seine Eigenschaften weiter gegeben. Synonyme für den Acolon sind nicht bekannt.