Agliancio

Aglianico wird überwiegend in Italiens Süden angebaut. Wahrscheinlich ist dessen Ursprung schon in der griechischen Antike zu suchen, denn die Griechen kannten die rote Rebsorte bereits als Vitis Hellenica und führten sie in Kampanien (Italien) ein. Von hier aus eroberte die Rebe schnell im kompletten Süden des Landes. Im vulkanischen Süden Italiens findet Aglianico die fruchtbaren Bodenbeschaffenheiten, die er zum Liefern von reichen Erträgen benötigt. Er gehört zu den frühtreibenden Sorten, reift aber erst relativ spät. Die gekelterten Weine sind körperreich, gerbstoffhaltig, von rubinroter Farbe und besitzen eine kräftige Säure sowie ein pikantes Aroma. Er besitzt einen so umfangreichen Tanningehalt, dass er erst mit der Reife runder wird. Durch die Unterstützung des Alkoholgehaltes von etwa 12% Vol., bringen die Lagerjahre einen Charakter hervor, der samtig und voll ist. Die Zeit ist es, die einen überdurschnittlichen Rotwein wachsen und reifen lässt. In Kombination mit der Kunst zum Wein Anbauen und Keltern entsteht der wohl eindrucksvollste Rotwein im Süden Italiens, dessen Region auch Mezzogiorno genannt wird. Unter anderem ist Aglianico auch für den bedeutenden Taurasi-Wein verantwortlich. Die Erzeuger Armando Martino, Carilli und Viticoltori verstehen es, ein beachtenswertes Produkt entstehen zu lassen. Aglianico ist auch noch unter den Namen Aglianico nero, Cascavoglia, Fiano rosso und Fresella bekannt.