Aligoté

Man vermutet, dass die Aligoté aus Burgund kommt, dort aber durch trendigere Trauben an Stellung verliert. Die weiße Rebsorte ist im Osten Europas aber nach wie vor sehr beliebt. Aus dieser Traube wird jedoch kein Qualitätswein gewonnen, sondern sie gilt als säurebetonter, leichter, früh trinkreifer Wein. In Bulgarien sowie in Rumänien wird dieser Wein nicht exportiert, sondern lediglich für den Eigenverbrauch, in Form von Schaumwein oder Weißwein, gekeltert. Für den Fassausbau eignet sich die Rebsorte nicht. Da dieser Wein sehr preiswert ist, wird er häufig zum Mischen verwendet. Genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Aligoté aus der Kreuzung der Pinot und der Gouais Blanc ist. Die Aligoté besitzt eine halboffene Triebspitze, leicht rotem Anflug und leicht behaarte Jungblätter. Seine Blätter sind gesägt und rau. Die Trauben bleiben klein und sind lockerbeerig. Sie ist von so kräftigem Wuchs, dass an der Rebe bewusst eine Ertragsminderung durchgeführt werden muss. Zusammen mit der Gutedel zählt sie zu den frühreifen Sorten und besitzt eine orangeweiße Farbe. Sie zeigt sich gegenüber dem Mehltau als empfindlich. Man hofft in guten Ertragsjahren eine Traube präsentieren zu können, die der Chardonnaytraube ähnlich ist. Des weiteren ist die Traube als Aligotay, Alligoté, Carcairone Blanc, Carcarone, Carchierone, Chaudenet, Griset Blanc, Karkarone Blank, Melon de Jura, Pistone, Plant Gris, Troyen Blanc und Vert Blanc bekannt.