Autochthone Rebsorten

Ein weiteres Wort, das aus dem Griechischen stammt - es kann im Prinzip mit „eingeboren" beziehungsweise „alteingesessen" übersetzt werden.

Generell kann man aber als autochthone Rebsorte solche bezeichnen, die dort gedeiht, wo sie entstanden ist. Autochthon darf nicht mit endemisch verwechselt werden, denn eine Rebsorte, die endemisch ist, wächst nur noch und ausschließlich in dieser Region - was jedoch nicht an ihrem Herkunftsort sein muss. Gilt eine Rebsorte als autochthon, ist dies nicht auf die Qualität zurückzuführen. Nicht selten besitzen autochthone Rebsorten großes Potenzial - so zum Beispiel auf Sizilien: Hier besitzen sie Klasse, schaffen es aber andernorts nicht zu überzeugen.
Eine Rebsorte tatsächlich als autochthon zu definieren, ist sehr schwer, weil deren Existenz oft etliche Jahrhunderte zurückgeht und keine Aufzeichnungen mehr einzusehen sind. Die vielen Synonyme erschweren eine Identifikation auch erheblich. Eine zusätzliche Erschwernis ist die Tatsache, dass sich im Laufe der Zeit Reben klonen können.