Barbera

Besonders im italienischen Piemont, sie scheint sich nirgends wohler zu fühlen als hier, ist die rote Traubensorte Barbera sehr verbreitet. Die ertragreiche Sorte, aus der dunkle und fruchtige Weine mit teilweise scharfem Aroma hervorgehen, ist in Italien auf etwa 90.000 Hektar bestockt. Neben Piemont wird sie auch in der Emilia-Romagna sowie in der Lombardei reinsortig ausgebaut. In diesen Regionen wird aus der Barbera ein säurebetonter Wein mit geringem Körper, aber einem besonderen Bukett. Hochwertige Barberas entwickeln mit der Reife und Lagerung nach etwa 10 Jahren eine stattliche Struktur. Die Barberas werden in vier Kategorien unterteilt. Zum einen in fruchtige Weine, die die Bezeichnung Barbera d´Asti tragen und in kraftvolle Barbera ´Alba. Zum anderen in D.O.C Weine, zu denen unter anderem Barbera del Moferrato und Barbera die Colli Bolognesi zählen. Aber auch in die vierte Kategorie, die ausdruckslosen Massenweine, die jedoch Umsatzträger ohnegleichen sind. Hinsichtlich der Qualitätsweine lässt sich jedoch sagen, dass es sich um eine der wichtigsten roten Rebsorten in Italien handelt. Synonyme für Barbera sind Perricone und Pignatello. Über die Herkunft wird vermutet, dass es Barbera bereits seit dem 7. Jahrhundert gibt. Bekannt ist sie dort aber erst seit dem 13. Jahrhundert und tatsächlich urkundlich erwähnt wird Barbera im Jahr 1799. Einen kleinen Wermutstropfen trägt Barbera mit sich. In den 80er Jahren kam die Sorte in Verruf, da zu Unrecht behauptet wurde, dass den Massenweinen Methylalkohol zugefügt wurde, an denen 20 Menschen starben.