Bouvier

Die weiße Rebsorte Bouvier stammt wahrscheinlich aus der Schweiz, wird aber überwiegend im Burgenland Österreichs angebaut. Hier hat der Bouvier mit einer Hektarfläche von 365 circa 0,75 % der gesamten Rebfläche bestellt. Den Namen hat diese Rebsorte dem Gutbesitzer und Bankier Clotar Bouvier zu verdanken, der diese Gattung im Jahr 1900 zwischen anderen Reben in Slowenien fand. Durch sorgfältige Auswahl der Sämlinge züchtete er diese weiter und verkaufte sie. Untersuchungen lassen vermuten, dass es sich um eine Kreuzung aus einer Burgundersorte mit einem Unbekannten ist. Der Bouvier wird auch als Tafeltraube verkaut, er gedeiht am besten an nährstoffreichen, tiefen Böden, die eine gute Wasserversorgung gewährleisten. Ein Vorteil dieser Rebsorte ist die Widerstandkraft gegen Frost und Fäulnis, daher eignet sie sich auch zum Anbau in kühleren Regionen, leider weisen seine Reben jedoch keine zuverlässigen Erträge auf. Die Trauben zählen zu den frühreifenden Sorten und werden bereits im August von den Stöcken gelesen. Gekeltert zeigen die Weine eine goldgelber Farbe, milden sowie säurearmen Charakter, der eine leichte Muskatnuance und einen hohen Extraktgehalt aufweist. Die österreichische Spezialität „Sturm", der dem Federweißer ähnelt, hat den Bouvier als Grundlage. Die Trauben eigenen sich ebenso zur Kelterung von Prädikatsweinen - wie z.B. Südweinen. Synonyme besitzt der Bouvier einige: Bela ranka, Bouvierovo grozno, Précoce de Bouvier blanc, Precoce de Bouvier bianco und Radgonska Ranina.