Cabernet Franc

Genetische Untersuchungen haben ergeben, dass die rote Rebe Cabernet Franc vermutlich von Wildreben stammt, dessen Sämlinge ausgelesen wurden. Dass sie zu den älteren Rebsorten überhaupt zählt, dafür sprechen schon die zahlreichen Synonyme. Cabernet Franc bildet gemeinsam mit dem Sauvignon Blanc das Elternpaar vom Cabernet Sauvignon. Für kühlere Gegenden ist er besonders geeignet. Obwohl er sehr genügsam hinsichtlich seiner klimatischen Ansprüche ist, steht Cabernet Franc immer noch im Schatten des Sauvignon Blanc. Vor allem in Frankreich überzeugt die rote Rebsorte durch seine hervorragenden Eigenschaften als Verschnittwein. Insgesamt ist Cabernet Franc, der in Frankreich Cabernet Frank heißt, tanninärmer und nicht zuletzt wegen der erheblich geringeren Adstringenz (Bitterkeit) schon jünger trinkbar, als der Cabernet Sauvignon. Kenner schätzen die Sorte für ihre Aromen aus Johannisbeere, Himbeere und Lakritze. Ebenso wird der Cabernet Franc für seine Lagerfähigkeit geachtet. Prominentes Beispiel für seine Eignung in Cuvées ist der Chateau Mouton-Rothschild. Die Rebe ist auch weit über die Grenzen Frankreichs (2007: 39.000 Hektar) beliebt. Speziell bei Weinen aus Übersee entnimmt man der Etikettierung zwar lediglich die Bezeichnung Cabernet, doch meistens handelt es sich dort um den Cabernet Franc. Weitere Anbaugebiete sind Kalifornien, Australien, Neuseeland, Chile und Südafrika. Als Synonyme sind Bordo, Gros Bouchet, Mencia, Sable Rouge und Veron bekannt.