Carignan

Der Midi, der Landuedoc und auch die Provence sind vorwiegend die Heimat der Rebsorte Carignan, obwohl sie auch in Spanien und in Nordafrika zu finden ist. Die ursprüngliche Heimat allerdings ist Spanien (Aragonien) - man nimmt an, dass die Rebe zum ersten Mal im 12. Jahrhundert erwähnt wurde. Man geht also schon von einem traditionsreichen Wein aus. Weltweit - unter anderem auch in Israel, Kalifornien, Chile, Argentinien und Uruguay - werden auf ca. 140.000 Hektar die Trauben angebaut, wovon der größte Teil allerdings in Frankreich zu finden ist. Allerdings gab es noch in den 60er Jahren des vergangen Jahrhunderts wesentlich mehr Reben, die allerdings einer starken Rodung zum Opfer fiel. Die offene Triebspitze weist rötliche Ränder auf und weißwollig behaart. Die ziemlich spät reifende Traube hat eine kräftige schwarzblaue Farbe und wird somit auch wegen der Farbgebung oft anderen Weinen beigegeben. Die Rebe ist sowohl in flacheren Regionen als auch an steilen Hängen zu finden, wo sie wesentlich ertragreicher ist - hier liefert sie bis zu 200 Hektoliter pro Hektar. Der Anbau kann sich als schwierig erweisen und wird daher genauestens überwacht, denn schnell können die Rebe von Mehltau befallen werden. Weiterhin kann es aufgrund der Dichte der Beeren zu Rohfäule kommen. Eine maschinelle Ernte kann schwierig sein, da die Stiele der Trauben ziemlich rissig sind. Als Synonyme gelten unter anderem Cafalan, Calignan, Karinjan und auch Pinot Evara.