Champagner

Klassisch und nüchtern betrachtet, ist der Champagner ein Schaumwein, der in Frankreichs Weinregion Champagne nach strengen gesetzlichen Regeln angebaut und gekeltert wird.
Jeder Champagner ist somit ein Schaumwein, aber auf keinen Fall ist jeder Schaumwein ein Champagner.

Kenner sehen den Champagner, seine Geschichte, seine Herstellung, seine Aura als Kunst und nichts ist so schwierig inhaltlich zu vermitteln, wie Kunst. Generell sind die Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier die drei wichtigsten Sorten in der Champagnerherstellung.

Die beiden blauen Trauben keltert man weiß, der Pinot Noir und der Pinot Meunier verleiht dem, oft als edelstes Getränk der Welt angesehene, Champagner seinen charakteristischen Körper, die weiße Chardonnay-Traube hingegen die Frische, die Rasse. Die Rebstöcke für den Champagner werden durch renommierte Schnitttechniken gestutzt, damit sie sich ideal den Nährstoff und die Kraft holen können. Ein weiteres Indiz, für DEN Champagner ist die Region, in der er hergestellt wird. Denn eine Champagnerproduktion außerhalb der Champagne ist verboten.
Dieses Gebiet befindet sich im Herzen von Frankreich, etwa 130 Kilometer östlich der Hauptstadt Paris. In der Champagne befindet sich nur 3 % der weltweiten Weinbaufläche und doch ist es wohl die berühmteste auf der ganzen Welt. Ein Gesetz hat im Jahr 1927 die Rebfläche der Champagne auf 34.000 Hektar begrenzt. Innerhalb dieses Gebietes gibt es vier Regionen: die Reimser Berge, das Marnetal, der weiße Hang und das südliche Anbaugebiet, deren französische Namen bedeutend eindrucksvoller klingen.

Auch hinsichtlich der Korken hat der Champagner seinen Anspruch: Nur der beste Naturkork darf ein Champagnerkorken werden. Der Kork stammt meistens von den Korkeichen aus Portugal. Hierzu wird die Rinde geschält, erstmalig nach 25 Jahren, doch für einen Champagner eignet sie sich erst nach einer weiteren Schälung 15 Jahre später. Generell gilt: Je größer die Poren eines Korkens, desto schlechter seine Qualität. Auch die Flasche, in der der Champagner abgefüllt wird, muss gewisse Bedingungen erfüllen. Da er dem durch die Gärung aufkeimenden Druck standhalten muss, verfügen alle Champagnerflaschen im Boden eine Vertiefung. Einzige Ausnahme ist hier die Flasche von Roederer Cristal.

Da der Champagner seine Entwicklung nach dem Degogieren (dem Entfernen des Hefesatzes im Flaschenhals) abgeschlossen hat, sollte man ihn nicht für eine Lagerung über mehrere Jahre einkaufen. Für bis zu zwei, drei Jahre eignet er sich jedoch schon.