Chardonnay

Die Weißweinrebe Chardonnay ist eine Kreuzung aus Pinot und Gouais Blanc (auch Heunisch genannt) und somit ein Familienmitglied der Burgunderfamilie. Sie ist in den Anbaugebieten der ganzen Welt anzutreffen. Hauptanbaugebiet ist jedoch Burgund. Etwa 140.000 Hektar Rebfläche sind weltweit mit Chardonnay bestockt. Mit dieser Fläche belegt sie den siebten Platz auf dem Rebsortenanbau. Diese Traube ist erst seit 1991 in Deutschland zugelassen und überwiegend in der Pfalz und in Baden zu Hause. Die Traube liefert trotz einem  geringeren Ertrag als der Weißburgunder ein höheres Mostgewicht. Ihre Farbe ist blassgelb und hat gelegentlich eine Nuance grün. Das Bukett der Chardonnay erinnert an Äpfel, ist ausgesprochen fruchtig und hat starke Aromen wie Melone, Nuss oder Pfirsich. Sie hat einen breiten, gefälligen Charakter und eignet sich hervorragend für den Ausbau in Barrique. Äußerlich ist Chardonnay und Weißburgunder kaum zu unterscheiden. Nur der absolute Kenner entdeckt einen feinen Unterschied hinsichtlich der Länge der Blattbehaarung. Er treibt mittelfrüh aus. Auch wenn er bezüglich des Spätfrostes empfindlich ist, erweist er sich bei stabiler Holzreife als Winterhart. Geschmacklich passt die Rebsorte ideal zu Muscheln, Fisch, Kalb, hellem Braten, Terrinen und Käse. Die bekanntesten Synonyme sind Morillion, Feinburgunder und Pinot Chardonnay, allerdings weist der Chardonnay weit über 50 Synonyme auf.