Chile

Neben Argentinien ist Chile das wichtigste Weinland Südamerika. Die Vermutung, Kalifornien wäre die erste Weinregion Amerikas gewesen, ist falsch - dort festigte sich der Weinbau erst mit dem 19. Jahrhundert. In Chile hingegen kann man davon ausgehen, dass die ersten Rebsorten im 16. Jahrhundert angebaut wurden. Unterschiedliche Klimazonen säumen die Pazifikküste bis hin zur Antarktis. Die Hochkultur der Inkas haben ihre Spuren hinterlassen und liefern dem Chilenischen Wein auch heute noch seine Einzigartigkeit.

Europäische Winzer sorgten mit Beginn der 80er Jahre für einen aktuelleren Weinanbau. Das Ergebnis dieser Modernisierung kann es durchaus mit den großen Weinländern der Welt aufnehmen. Im 19. Jahrhunderts begann man mit der Einfuhr der klassischen Rebsorte, dem Bordelais. Bei den roten Trauben führen der Cabernet Sauvignon sowie der Merlot die Rebsorten an. Diese ergeben die vollen, wuchtigen Weine mit einer milden Würze und einem Hauch Eukalyptus. Die Weißweine keltert man gewöhnlich aus Chardonnay oder Sauvignon Blanc. Durch die geografischen Besonderheiten blieb Chile von der Reblaus verschont und blickt auf eindrucksvolle, alte Rebbestände zurück. In den letzten Jahren ist die oberste Priorität die Qualität der Weine - und nicht mehr die Quantität, sodass Chile insgesamt einen sehr guten Standard erzielt.

Die Hauptanbaugebiete in Chile sind die Regionen Concha y Toro, Viña Tarapacá, Cousino Macul, sowie Viña Santa Rita, Francisco de Aguirre und Rothschild.

Generell wachsen die besten Trauben in den Weinbergen, welche an Schmelzwasserflüssen liegen. Dort sind die Böden mit Kies durchsetzt und bieten somit ideale Bedingungen.