Ciliegiolo

Die Reben des Ciliegiolo findet man vorwiegend in italienischen Weinanbaugebieten. Wurden die Trauben früher noch sehr gerne und auch recht häufig genutzt, so kommen sie heute eher seltener vor. Angebaut wird der Ciliegiolo vorwiegend in der Toskana, aber auch in anderen italienischen Regionen, wie zum Beispiel in Abbruzzen, Latium und Ligurien sind Reben dieser Sorte zu finden. Das der Ciliegiolo eher zum Verschneiden von anderen Weinen genutzt wird, dürfte wohl nicht zuletzt an seinem ziemlich hohen Alkoholgehalt liegen. Ciliegiolo leitet sich von dem italienischen Wort „Ciliegia" ab, was soviel wie Kirsche bedeutet. Dies dürfte wohl in erster Linie an seinem leichten Kirschen-Geschmack liegen. Neben dem schon oben erwähnten Sangoviese findet man die Trauben auch im Rotwein Torgiano Rosso Riserva, einem wohl ausgezeichnet mundenden DOCG-Wein. Doch auch im DOC-Rotwein Chianti und im Parrina wird der Weinkenner den Geschmack des Ciliegiolo wieder erkennen. Übrigens werden die Trauben der Ciliegiolo-Reben gerne auch als Tafeltrauben angeboten. Die drei- bis fünflappigen Blätter sind in die Länge gezogen, und die Beeren selbst haben eine kräftige schwarz-violette Farbe. Aufgrund eines Nachweises des Schweizer Biologen Vouillamoz gilt die Rebe des Sangioves als Kreuzung aus dem Ciliegiolo und dem Calabre Monenuovo. Als Synonyme gelten der Ciliegino, Ciliegiolo di Spagna und auch der Aleatico di Spagna.