Cortese

Die weiße Rebsorte Cortese wird vor allen Dingen in der Region Piemont in Italien angebaut. Bereits im Jahr 1798 fand sie Erwähnung als wichtige Rebsorte, allerdings unter dem Namen Curteisa. Die Rebe wird auf knapp 3000 Hektar Rebfläche angebaut. Ihre Triebspitze ist offen und dichtwollig behaart. Die Farbe ist grünlich-gelb. Die jungen Blätter sind zart wie von Spinnweben überzogen. Die mittelgroßen Blätter sind fünf- bis siebenlappig und stumpf gezahnt. Die Traube ist mittelgroß bis groß und trägt lockere Beeren, die recht einfach schmecken und doch sehr saftig sind. Die Rebe reift etwa zwei Wochen nach dem Gutedel und gilt somit als eine früh reifende Weinsorte. Sie ist sehr ertragreich und kräftig im Wuchs. Sie muss zurück geschnitten werden um den Ertrag etwas einzugrenzen, dafür aber aromatischere Beeren zu gewinnen. Die Beeren werden wässrig, wenn dieser Schritt nicht erfolgt. Die Cortese ist Grundlage für Bianco di Custoza, Colli Tortonesi, Monferrato und Piemonte. Die Weine sind fruchtig im Geschmack und von einem leichten Limonenaroma begleitet. Auch als Tafeltraube wird sie gerne serviert. Der Weißwein aus der Cortese ist ein sanfter, erfrischender Begleiter zu mildem Käse.