Ehrenbreitsteiner

Noch nicht einmal 50 Jahre alt ist die Weißweinrebe Ehrenbreitsteiner, die auf ungefähr 10 Hektar in Deutschland angebaut - hauptsächlich in Rheinhessen - angebaut wird. Kleinere Rebflächen findet man aber auch in Italien, Österreich und Ungarn. Selbst in Kanada sind einige Reben zu verzeichnen. Die an der Geisenheimer Forschungsanstalt aus den Reben Reichensteiner und Ehrenfelser gezüchtete Rebe ist auf dem Weinmarkt eher selten zu finden. Ein Zusammenhang mit der Festung Ehrenbreitenstein wird hier also vergeblich gesucht. 30 Jahre nach der ersten Züchtung, genau genommen im Jahr 1994, wurde die Ehrenbreitsteiner Rebe in die Sortenliste aufgenommen und erhielt somit Sortenschutz. Laien werden dies vermutlich nicht bemerken, doch Kenner wissen um den Geschmack, der dem Riesling sehr ähnlich ist. Die Weine haben einen feinen Duft. Aufgrund des einigermaßen späten Austriebs ist die Rebe im Allgemeinen ein wenig anfällig, wenn es spät im Frühjahr noch einmal Frost gibt, allerdings ist Ehrenbreitsteiner zumeist nicht bei Winterfrost gefährdet. Ein wenig Vorsicht ist wegen Echtem und Falschem Mehltau sowie auch wegen Grauschimmelfäule geboten. Die Reben sind zwar nicht besonders anfällig gegen die genannten Schädlinge, doch ein wenig Gefahr besteht hier schon.