Eichenholzchips

Dass das Eichenholz einen unumstrittenen Einfluss auf die Qualität des Weines hat, machen die unterschiedlichen Lagerungen in Stahltanks und in Holzfässern deutlich.

Diese Tatsache kann mit der Verwendung von Eichenholzchips unterstützt werden. Der Einsatz von diesen Chips fördert die Reifeentwicklung und kann das Aroma des Weins förmlich bestimmen, lenken. Doch der Einsatz ist umstritten, auch wenn man mit Eichenholzchips den Rohstoff schont. Die Verwendung ist auch eine Kostenfrage, denn ein Barrique-Fass kostet leicht einmal bis zu 600 Euro und kann in der Regel nur drei Jahre verwendet werden. Doch Holz gibt Tannine ab und lässt den Wein gut reifen. So suchten einige Winzer nach einer Möglichkeit, den Vorteil des Eichenholzes zu nutzen.

Lange Zeit war diese Methode offiziell verboten und wurde in Europa erst 2007 legalisiert, doch die Delinatrichtlinien und viele „Moralapostel" sind immer noch Gegner dieser preiswerten und schnellen Möglichkeit, dem Wein Holzaromen zu verpassen.

Die Bestimmungen verlangen Eichenholz in natürlichem, unbehandeltem Zustand und sie dürfen auf keinen Fall aromatisiert zugegeben werden. Die Stücke müssen mindestens zwei Millimeter sein und keine gesundheitsgefährdeten Stoffe abgeben. Es darf auf den Etiketten auf gar keinen Fall deklariert werden, dass ein Eichenholz-Fassausbau stattgefunden hat, wenn lediglich Eichenholzchips zugefügt wurden. Verschwiegen werden darf es jedoch.

DOC- sowie DOCG-Weine verbieten nach wie vor eine Verwendung von Holzchips.