Ertrag

Die Ertragsmenge als solche wird in der Regel pro Hektoliter je Hektar Rebfläche angegeben.

Ein hoher Ertrag ist nicht immer positiv und wird häufig bewusst gemindert. Ein bewusster Weinhersteller setzt nicht auf Masse, sondern auf Klasse: So muss er darauf bedacht sein, die Obergrenze nicht auszureizen, um eine Qualitätsminderung in Kauf zu nehmen.

Wenn natürlich auf einer Fläche dafür gesorgt wird, dass weniger Trauben gedeihen und ausreifen, ist die gekelterte Menge geringer, was einen höheren Preis mit sich zieht. Da die Winzer so meist erheblich weniger verdienten, als mit eine Massenproduktion, musste die EG Druck ausüben, um eine Ertragsbegrenzung zu erzwingen. Aus diesen Verhandlungen resultiert, dass ein Hersteller zwar so viel produzieren darf, wie er will, die daraus resultierende Menge jedoch zurückhalten muss, bis ein Jahrgang durch weniger Erträge das Plus wieder ausgleicht. Ein Gesetz, dass nicht wirklich einleuchtet, da damit keineswegs ein bessere Qualität erreicht wird - der „Kram" kommt schlichtweg nur später auf dem Markt. Erst wenn dieser sehr fragliche Kompromiss neu verhandelt wird und die EG von ihrem Entgegenkommen abrückt, kann man davon ausgehen, dass die massiven Überproduktionen nachlassen. Es gibt jedoch auch viele Winzer, die darum wissen, dass eine Ertragsminderung eine Aufwertung ihres Produktes darstellt.

Was nun mehr Sinn macht - eine gesetzliche Festlegung der maximal zulässigen Ertragsmengen oder ein Vertrauen auf die Winzer - bleibt fraglich.