Falanghina

Die weiße Rebsorte Falanghina wurde bereits von den Römern und Samnitern geschätzt. Vermutlich waren es römische Kaufleute, die diese griechischen Trauben einführten und anschließend den Anbau in Italien vornahmen. Der Name der Rebe stammt von der Ableitung vom lateinischen „phalange" - was so viel bedeutet, wie „an den Pfahl gebunden". Nachweislich urkundlich erwähnt wurde die Falanghina jedoch erstmalig 1825, hier mit samnitischen Wurzeln. Weinkundler zeichneten in den Dreißiger Jahren diese Rebe aus. Dank einer aktuellen Kampagne zur Erhaltung regionaler Rebsorten, erfährt die Falanghina einen verdienten Aufschwung. Am verbreitesten ist die Falanghina aktuell in der italienischen Region Kampanien. Dort wird sie für zahlreiche DOC-Weine verwendet. Den idealen Nährboden findet die Rebsorte auf der Insel Procida, im Sannio, sowie um Campi Flegrei herum. Dort reift sie in der letzten Septemberhälfte und wird im Oktober geerntet. Der Ertrag ist durchschnittlich einzustufen: eher kräftig, aber nicht homogen. Die Produkte aus Falanghina sind Weißweine von delikatem Aroma, mit leichter Ginsternuance und einem frischen Körper. Geschmacklich ist der an Granatapfel erinnernde Abgang sehr angenehm, wenn auch mit einer leicht bitteren Note. Als Begleiter zu Speisen eignet sich Falanghina hervorragend zu Fischgerichten, aber auch zu typisch kampanischen Delikatessen. Serviert man diesen Wein mit einer Temperatur von 10 °C, so eignet er sich auch ausgesprochen gut als Aperitif.