Federweißer

Da der Federweißer irrtümlicherweise immer wieder zu den Weinen gezählt wird, geht es an dieser Stelle darum, das Missverständnis aufzudecken, indem man erläutert, um was es sich beim Federweißer handelt.

Federweißer ist Traubenmost von weißen Trauben, der gärt.

Die Winzer bezeichnen diesen Vorgang als stürmische Gärung, da der Traubensaft zusehends an Süße verliert und an Alkohlanteilen zunimmt. Das Getränk ist köstlich frisch und die Auswirkungen werden Jahr für Jahr wieder von vielen unterschätzt, denn wer ihn übermäßig konsumiert, erlebt nicht selten eine unangenehme Überraschung - mit durchschlagendem Erfolg! Federweißer hat Kurwirkungen, löst Verdauungsprobleme und entschlackt.

Woher der Name stammt, ist nicht wirklich belegt - vermutlich nur, weil er weiß wie eine Feder sein sollte. Der Federweißer ist nicht Fisch, nicht Fleisch, weder Saft, noch Wein. Je länger der Federweißer gärt, desto herber schmeckt er. Sein Alkoholgehalt muss mindestens 1 % sein, bevor er verkauft werden darf.

Auch wenn es kein Wein ist - der Federweißer läutet in nahezu allen Weinbergen das Ende des Sommers ein, ein gemütliches Ritual.