Freisamer

Die dichtbeerige, weiße Traube ist eine Kreuzung aus den Reben Silvaner und Ruländer, die im Jahr 1916 vorgenommen wurde. Mit dieser Züchtung wollte man eigentlich den Grauburgunder verbessern. Trotzdem hat dieser sich durchgesetzt und die Anbaufläche des Freisamers verdrängt. Nur noch etwa 12 Hektar Fläche ist in Deutschland bepflanzt. Die Triebspitze der Freisamer-Rebe ist offen, weißwollig und regelrecht filzig behaart. Die Jungblätter sind ebenfalls stark behaart und stumpf gezahnt. Die Stielbucht ist V-förmig bis geschlossen. Die Blattoberfläche ist weich und weist Blasen auf, die sich in Kreisform um den Stielansatz anordnen. Die Beeren der Freisamer-Rebe sind länglich und eher klein. Die Freisamer-Traube gilt mit bis zu vier Trauben pro Trieb als außerordentlich fruchtbar. Geschmacklich ist die Beere allerdings fast völlig neutral. Der Name Freisamer und sein Synonym Freiburger entstanden 1958 aus der Verbindung der Stadt Freiburg und dem Fluss Dreisam.