Frühburgunder

Durch die frühe Reifung sind die Trauben des Frühburgunders weniger anfällig gegen die typischen „Krankheiten" einer Weinrebe, wie zum Beispiel der Grauschimmelfäule. Durch diesen kleinen, aber feinen Vorteil bleibt dem Frühburgunder die schöne, dunkle Farbe erhalten. Diese beiden Argumente werden immer wieder auch als Grund genannt, warum der Frühburgunder gerne als Wein zur Züchtung von neuen Weinen verwendet wird. Zum größten Teil findet man Frühburgunder in Rheinhessen, Franken und Württemberg, doch aus außerhalb Deutschlands sind einige Weinanbaugebiete des Frühburgunders zu finden, unter anderem in Luxemburg, Frankreich, Italien und auch in der Schweiz. Der leicht samtige Geschmack erinnert vorwiegend an Brom- und Johannisbeeren, aber auch an Kirschen. Ein leicht säuerlicher Geschmack macht ihn zu einem guten Qualitätswein, der auch wegen seiner hervorragenden Würze besonders gut zu Fleischgerichten passt. In Fässern gelagert kann man durchaus auch länger als 10 Jahre aufbewahren. Es gibt Weine in den unterschiedlichsten, allerdings gehobenen Qualitäten. Als Synonyme gelten unter anderem Augustiner Blau, Burgundac crni rani, Frühreifer schwarzer Burgunder oder auch Madeleine Noir. Wie man unschwer anhand der Namen erkennen kann, hat ein Frühburgunder in der Regel eine tiefblaue bis schwarze Farbe, daher wird als Synonym auch gerne Champagner Schwarz benannt.