Furmint

Bis heute konnte der Ursprung dieser weißen Rebsorte nicht völlig enthüllt werden. Vermutlich ist es eine Kreuzung aus Heunisch (heute Gouais Blanc) und einer alten Rebsorte aus Ungarn. Aber auch der restliche Balkan, wo die Sorte noch heute sehr beliebt ist, kommt als Ursprungsland in Frage. Ungarns Winzer halten an der Geschichte fest, dass die Rebe von Italienern eingeführt wurde. Eine andere besagt, sie kam erst fünf Jahrhunderte später, also im 17. Jahrhundert nach Ungarn. Der kräftige Wuchs bekommt zwar früh seine Triebe, reift aber trotzdem sehr spät und wird erst Ende Oktober geerntet. Die Trauben werden außerordentlich groß, teilweise sattgelb und auf der zur Sonne gewandten Seite fleckig. Auch wenn die Rebe sehr unempfindlich ist, schwankt der Ertrag von Saison zu Saison sehr stark. Die Blätter der Furmint sind großlappig und seine Unterseite ist filzig. Die Rebe wird zwar auch in Rumänien, Moldawien und Kroatien angebaut, doch der größte Teil in Ungarn. Seit dem Jahr 1987 entdeckt man diese Rebsorte auch in Österreich. Aus der Traube werden überwiegend süßliche Weine gekeltert, doch mit dem nötigen Know-How ist er auch eine Basis für trockene, edle Weißweine, die in der Lagerung weiter reifen. Besonders gute Weine sind säurebetont und rassig, sie weisen gelegentlich eine leichte Nuance Kamille auf, häufig allerdings Honig. Der Furmint ist auch als Malvasia Verde, Luttenberger, Zapfner, Zilavka, Mosler, Moster und Malzak bekannt.