Gläserauswahl

Glas ist Glas - von wegen!

Es gibt verschiedene Faktoren, die entscheidend für die richtige Auswahl des Glases sind, denn nur im richtigen Glas, kann sich der Geschmack eines Weines vollends entfalten.

Nicht selten streiten sich über die Frage nach dem richtigen und falschen Glas die Geister. Dies macht es so schwer, Aussagen zu treffen, die grundlegend feststehen.

Sieht man ein Glas als Fenster zum Wein, so wird deutlich, welche Gewichtung auf der Auswahl liegt. Das Glas ist ein entscheidender Faktor, die Qualität zum einen sichtbar zu machen, aber auch, um den Geschmack zu unterstützen. Ein Glas darf die Farbe, Konsistenz und die Klarheit eines Weines nicht beeinflussen. Vielleicht tritt man mit der Aussage: „Ein Weinglas hat ein Stil, damit man es daran anfassen kann!" manchen zu nahe, aber man sieht es leider immer noch viel zu häufig, das Menschen den Wein am Kelch anfassen. Das erwärmt den Wein und sieht einfach, spätestens nach den hinterlassenen, fettigen Fingerabdrücken, furchtbar aus. Gute Weingläser, egal ob für einen Weiß- oder Rotwein, sollte sich zur Öffnung hin verjüngen, damit die Aromen sich besser bündeln können. Das Größenverhältnis zwischen der Aufstellfläche, dem Stiel und dem Kelch, ist zwar auch eine Sache für die Optik, doch es sollte auch den Wein hervorheben, seine Würze, Geschmack und Bukett optimal präsentieren. Trockene Weine sollten in bauchigen Gläsern zur Geltung kommen - mit eingezogener Öffnung, da so der Wein eher im hinteren Zungenbereich hingelangt und so den Geschmack verdeutlicht. Rotweingläser benötigen zur besseren Entfaltung ein großes, bauchiges Glas, weil das Bukett besser zum Ausdruck kommt. Mildere Weine steht ein nach außen gezogene Glasöffnung gut.

Wenn man sich zur Regel machen möchte, dass kleine Weine in kleine Gläser gehören und große in große Gläser - nun gut, aber die Aussage wirft neue Fragen auf.