Grauburgunder

Auch wenn die Haut des Grauburgunders rötlich gefärbt ist, wird die Traube den weißen Rebsorten zugeordnet. Sie wurde per Zufall gefunden - und zwar 1711 von einem Kaufmann, der sie in einem nicht verschlossenen Weinberg fand und dessen Wert zu schätzen, umzusetzen wusste. Vom Ursprung her ist sie auf die Veränderung des Erbgutes des Spätburgunders zurückzuführen. Er besitzt nicht nur Charme, sondern auch viele verschiedene Namen: Bekannt ist der Grauburgunder auch unter den Synonymen Druser Friset, Fromenteau gris, Fromentot, Grauclevner, Muscade, Pinot Gris, Pinot Grigio, Roter Burgunder und sehr häufig Ruländer. Sein Ertrag ist säurearm, aber körperreich. Besitzt der goldgelbe Wein einen sanften Braunton, so erkennt man deutlich die Spitzenqualität, die überwiegend in der Region Kaiserstuhl erreicht wird. Zisterziensmönche brachten die Rebe Ende des 13. Jahrhunderts nach Österreich, hier trägt die Rebe auch den Namen Grauer Mönch. Etwa 15.000 Hektar der weltweiten Rebfläche gehören dem Grauburgunder. Er treibt mittelfrüh aus und ist daher empfindlich gegen Frost im Frühjahr. Hinsichtlich des Anbaus handelt es sich um eine schwere Rebsorte. Denn seine Früchte sind sehr dünnhäutig und benötigen daher einen sehr sensiblen Umgang. Würde die Haut vor der Verarbeitung verletzt werden, würde die Beere ihren Saft verlieren. Da sein Bukett unaufdringlich ist, eignet er sich hervorragend zu den verschiedensten Speisen.