Helfensteiner

August Herold züchtete die rote Rebe Helfensteiner aus den Reben Blauer Trollinger und Frühburgunder Anfang der 1930er Jahre. Um 1960 herum wurde dann Sortenschutz erteilt. Der Name Herold ist wohl in Kennerkreisen ein Begriff, denn wer kennt nicht die Heroldrebe oder die ebenfalls rote Rebe Dornfelder? Letzterer ist übrigens eine Kreuzung aus der Heroldrebe und der Rebe Helfensteiner. Der Name der Rebe ist übrigens auf die Burg Helfenstein zurückzuführen. Auf ungefähr 25 Hektar werden die Reben Im Weinbaugebiet Württemberg angebaut. Vorwiegend die Roséweine haben eine recht gute Qualität, allerdings sind die Reben generell nicht bei allen Winzern beliebt. Der Anbau könnte sich als ein wenig schwierig erweisen, da die Rebe ziemlich blühempfindlich ist. Daher sind die Erträge meist nur schwer abzuschätzen. Als derzeit einziges Synonym ist Blauer Weinsberger bekannt. Durch den mittelfrühen bis späten Austrieb wird die Rebe oft vom Frühjahrsfrost heimgesucht. Übersteht sie allerdings den Winter- und den Frühjahrsfrost gut, so kann die Rebe einen wirklich guten Ertrag verzeichnen. Trotz oben erwähnter eventuell aufkommender Schwierigkeiten ist es für den Winzer wichtig, die Reben gut zurückzuschneiden, da sonst eventuell aufkommende zu hohe Erträge die Qualität mindern.