Holzfass

Damit der Wein an Komplexität, Charakter gewinnt und sein persönliches Holzaroma erhält, wird er im Holzfass gelagert. Je nach Wein oder Jahrgang werden seine Aromen auch röst-, rauch-, karamell- oder kokoshaltig.

Für die Holzfässer verwendet man Eichenholz, solches aus Frankreich ist am beliebtesten, aber auch sehr teuer. Eichenholz aus Amerika ist preiswerter und es übermittelt dem Wein eher eine süßliche Note. Ein süßes Aroma eignet sich wiederum nicht für alle Weine. Nicht nur das Herkunftsland des Holzes ist entscheidend für den Geschmack des Weines, sondern auch deren Röstung im Inneren, die einen großen Teil dieser Verantwortung übernimmt.

Auch Cognac, Whiskey, Portwein oder Weinbrand wird traditionell in Holzfässern gelagert. Nicht selten lagern diese bis zu 10 Jahre, bis sie ihre komplette Veredelung durch den Ausbau im Holzfass erhalten haben. Bei dem Eichenholz unterscheidet man in verschiedene Kategorien. Hier gibt es Limousineneiche, die ihren Namen Frankreichs Region Limousin zu verdanken hat. In dieser Holzart lagern überwiegend Weinbrand sowie Cognac. Die Poren des Holzes sind sehr groß, dadurch werden die Eigenschaften schnell ausgesaugt. Das Destillat erhält durch die Limousineneiche vor allem kräftige Vanillearomen. Schwäbische Kalkeiche wird dort im Weinausbau eingesetzt, wo nur sanfte Gerbstoffnoten gewünscht sind. Eiche aus Ungarn verleiht dem Wein eine herrliche bernsteinfarbene Nuance und gibt deutliche Holznoten ab, trotzdem ist sie recht wenig bekannt.

Es gibt auch ein paar wenige andere geeignete Hölzer, diese werden allerdings eher zu kleineren Fässern verarbeitet. Kastanienholz zum Beispiel lässt das Destillat vielschichtiger erscheinen. Esche färbt nur schwach ab und hat wenig Einfluss auf die Aromen des Destillats. Auch Holz vom Apfel-, Kirsch- und Birnenbaum ist erhältlich.