Huxelrebe

Die weiße Rebsorte Huxelrebe gilt als empfindlich gegen Krankheiten und starke Witterungsverhältnisse. Die Trauben der Rebe sind kernlos. Huxelrebe ist eine Kreuzung aus Gutedel und Coutillier, die im Jahr 1927 vorgenommen wurde. Namensgeber der Rebe ist Fritz Huxel, der diese Züchtung als erster in Rheinhessen in den 50er Jahren anbaute. Die Rebfläche insgesamt beträgt in Deutschland etwa 660 Hektar, etwa dreiviertel der Rebfläche existiert in Rheinhessen. Neben Rheinhessen gibt es in Deutschland nur noch erwähnenswerte Vorkommnisse an der Nahe und in der Pfalz. Die Rebe ist fast nur in deutschen Regionen beheimatet, kleine Bestände sind jedoch auch in England bekannt. Besonders beliebt ist die Huxelrebe als Lieferant von Süßweinen, die als Aperitif oder Dessertweine gereicht werden. Die gelb-grünlichen Beeren weisen einen würzigen und saftigen Geschmack auf und nicht selten lässt man sie hochreif und rosinengleich edelfaul werden. Besonders bezeichnend für die Huxelrebe ist, dass zugleich dicke, wie dünne, Beeren an einer Traube vorkommen, dies nennt man Jungfernfrüchtigkeit. Das Bukett der Huxelrebe ist fruchtig-exotisch und besitzt Düfte von Aprikose und Maracuja. Ihre Aromen erinnern an Honig, Melone, Orangen und Jasmin. Die Weine aus ihr gelten als äußerst lagerfähig, ihre Frische und Lebendigkeit bleibt auch über Jahre hinweg erhalten. Kenner reichen Weine aus der Huxelrebe gerne zu Speisen mit Blauschimmelkäse.

Synonyme für die Huxelrebe sind nicht bekannt.