Kardarka

Entgegen der vielleicht verbreiteten Meinung, Fehér Kadarka (weiß) und Kadarka seien miteinander verwandt, kann dies hier nicht bestätigt werden. Zwar wird auch ersterer in Ungarn angebaut, hat aber nichts mit den hier beschriebenen roten Reben des Kadarka gemein. Der Anbau der Trauben erweist sich als ziemlich schwierig, was wohl auch mit ein Grund sein dürfte, dass dieser schon seit einigen Jahren rückläufig ist. Einige Winzer jedoch nehmen diese aufwendige Arbeit in Kauf. Das Ergebnis sind dann einige sehr hochwertige Weine. Häufig wird Kardarka als Verschnitt für Cabernet Sauvignon oder Merlot verwendet. Die heute noch existierenden, rund 30.000 Hektar, Anbauflächen sind überwiegend in Rumänien, Ungarn und Bulgarien zu finden. Auch in Österreich sind kleinere Gebiete zu finden. Die zumeist körper- und tanninreichen Weine haben eine hohe Lagerfähigkeit. Man vermutet das serbische Flüchtlingen die Rebe Anfang des 16.Jahrhunderts aus dem Balkan nach Ungarn mitgebracht haben und ihn dort als ersten Rotwein angebaut haben. Kadarka hat eine Vielzahl von Synonymen, es sei hier allerdings nur auf einige wenige verwiesen. So sind die Reben unter anderem auch als Lugojana, Cerna Giza, Sirena, Blaue Ungarische und Zherni Shipon bekannt.