Korkmotten

Diese kleine und fiese Mottenart macht sich über die Korken her. So klein die Korkmotte auch ist, so gemein ist sie auch: Heimlich, still und leise hinterlässt sie ihre Eier im toten Holz, im Falle des Weinkellers also auf den Korken oder Holzfässern. Allmählich nagen sie Gänge in den Kork und häufig nimmt man sie eben erst jetzt wahr. Korkmehl rieselt auf die Regalbretter oder den Boden, nicht selten baumelt dieses Mehl wie ein weißer Bart am Korken hinunter. Die Korkmotte nistet ihre Eier gerne dort ein, wo es besonders feucht ist, also gerne am Korken.

Solche angefressene Korken neigen zur Schimmelfäule, sie können sogar undicht werden und auslaufen. Diese Motten haben nicht wirklich etwas mit Sauberkeit zu tun, es kann förmlich „jeden" Korken treffen. Die einzige wirksame Methode ist ein Siegellack. Das Aufstellen von biologischen Pheromonfallen wird zwar gelegentlich empfohlen, aber Wunder kann man von ihnen nicht erwarten. Haben sich die „Viecher" erst einmal über die Flaschen her gemacht, kann man nur noch hoffen, dass der Wein schmeckt - falls man den Geschmack überhaupt noch objektiv bewerten kann, denn bei dem Gedanken an Bakterien, Milben und Schimmelpilze in Form von Mottenkot, hat auch ein „unberührter" Wein nicht mehr wirklich eine Chance.