Léon Millot

Bei der Rebe Léon Millot handelt es sich um eine französische rote Neuzüchtung aus dem Jahr 1911. Die beiden Kreuzungspartner sind Vitis riparia und Vitis ruspestris mit Goldriesling. Aus dieser Kreuzung sind auch Maréchal Foch und Lucie Kuhlmann entstanden, daher handelt es sich um Geschwistersorten. Namensgeber der Rebe war der Gärtner einer Baumschule, Léon Millot. Léon Millot kennzeichnet eine Frühreife und eine hohe Pilzresistenz gegen echten und falschen Mehltau - daher braucht man kaum, beziehungsweise kein Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Geschmacklich kann aus dieser Rebe ein sehr kräftiger Wein werden, der durchaus einen leichten Fox-Ton aufweist. Unter anderem wird Léon Millot im Elsass, ihrem Entstehungsort, in Kanada und in der Schweiz angebaut. Da es sich hier um eine Hybridrebe handelt, ist sie in den 30er Jahren verboten worden. Seit April 2008 darf sie aber wieder gewerblich kultiviert werden, da man im Erbgut eine Edelrebe nachgewiesen hat. Die Trauben sind eher klein bis mittelgroß und erinnern an Klone von Burgunder. Sind sie richtig durchgegoren, kann er durchaus gute Ergebnisse hervorbringen. Léon Millot ist auch als Tafeltraube auf den Tischen. Als Synonym für Léon Millot ist nur Frühe Schwarze bekannt.