Merlot

Der Merlot ist eine rote Rebsorte, welche ursprünglich aus Frankreich stammt. Er ist auch unter den Namen Castelli Romani und Médoc Noir bekannt. Hier wurde sie vermutlich vor allem in der Gegend um Bordeaux angebaut. Noch heute darf diese Rebsorte neben sechs anderen für Rotweine in Bordeaux verwendet werden. Die Trauben der Merlot Rebe reifen früh im Jahr und ergeben vollmundige, fruchtige Weine. Die Weine haben eine dunkelrote Farbe, einen mittleren Alkoholgehalt und einen weichen, milden Geschmack. Das Wort Merlot wird vom französischen Wort für Amsel (merle) abgeleitet und spielt auf die Vorliebe dieser Vögel für die rote Rebsorte an. Merlot wird zur Harmonisierung und Verfeinerung anderer Weinsorten eingesetzt, darunter auch der Cabernet Sauvignon. Ebenso haben fast alle Bordeaux-Weine einen inhaltlichen Anteil von Merlot. Die Rebe wird heute vor allem in Frankreich und in Italien angebaut. Ihre kurze Reifezeit macht jedoch auch einen Anbau in Deutschland möglich. Hier bringen Winzer in Baden, Württemberg und in der Pfalz schon gute Ergebnisse. Noch sind die Rebanlagen in Deutschland zu jung um das Potenzial der Qualität schon auszuschöpfen. Zu immer größerer Bekanntheit kommen die Blanc de Noirs-Weine, die mit einer hellen Farbe im Glas überraschen. Bekannte Synonyme sind auch: Auxerrois, Côt, Gros Noir, Pressac und Tinturin bekannt.