Molinara

Bei der Molinara handelt es sich um eine rote Rebsorte, die aus dem Norden Italiens stammt und kleinere Anbaufläche in Spanien, Frankreich, Australien und auch in Deutschland besitzt. Die idealen Anbaubedingungen findet die Molinara in der Lombardei und in Venetien, dort dienen sie als Verschnitt in Amarone, Bardolino, Valolicella und sorgen für gehaltvolle, fruchtige Rotweine. Lange Zeit war das Hauptanbaugebiet die italienische Region um den touristisch stark erschlossenen Gardasee. Weine, die aus bzw. mit Molinara gekeltert werden, besitzen einen hohen, kraftvollen Säuregehalt. Die gekelterten Rotweine werden überwiegend bis ausschließlich als Verschnittpartner zu angenehmen, unaufdringlichen Weinen mit zartem Geruch verwendet. Der Name Molinara bedeute in das Deutsche übersetzt „Mühle" - was wohl eine Anspielung auf die einzelnen Beeren sein soll, die in der Tat anmuten, als seien sie mit feinem Mehlstaub überzogen. Die Beeren der Molinara sind meist walzenförmig, mittelgroß, geschultert und lockerbeerig. Gelegentlich hat dieser aber auch nahezu runde Beeren, farblich sind sie stets von violettem Rot - die Weine hingegen eher blass. Da die Rebe gute 40 Tage nach dem Gutedel ihre Reife erreicht hat, ist sie sehr spät reifend. Die Rebsorte Molinara wird auch Breppon, Mulinara, Rossara oder Vespone genannt.