Muskat-Ottonel

Die weiße Rebsorte mit dem feinen und distinguierten Bukett, die Muskat-Ottonel, gehört zur Muskateller-Familie und ist eine schlichte Variante. Sie stammt vermutlich von der Loire aus Frankreich. Ein Herr Moreau-Robert bestimmte sie aus einem entdeckten Ableger. Heute kommt die Muskat-Ottonel-Rebe häufig im Elsass vor, denn im Gegensatz zu den anderen Sorten der Muskateller verträgt sie die dort vorherrschenden Klimabedingungen am Besten. Doch Mittelpunkt des Anbaus ist das Burgenland in Österreich. Auch die Ukraine, Ungarn, Rumänien, Kanada und Südafrika verfügen über Anbaugebiete mit Muskat-Ottonel. Neben einem Elternteil aus der Familie der Muskateller, ist der zweite die Rebsorte Gutedel. Der gekelterte Wein ist grün-gelblich und präsentiert ein deutliches, dennoch sanftes und herbes Muskat-Bukett. Ist der zumeist alkohol- und extraktarme Muskat-Ottonel mit einer hohen Prädikatsstufe ausgezeichnet, besitzt er relativ dominante Citrusaromen. Die Trauben sind eher klein bis mittelgroß und enthalten lockere Beeren. Diese rundlichen, dickhäutigen, gelbgrünen Beeren haben eine leichte Muskatnote. Sie sind in der Vollreife auf der Sonnenseite bräunlich befleckt. Mit einer Reife etwa fünf Tage nach dem Gutedel, gehört die Muscat-Ottonel zu den früh reifenden Rebsorten. Auch in Deutschland gibt es eine Rebe mit dem Namen, allerdings unterscheidet die sich so sehr von der französischen Variante, dass man nicht davon ausgehen kann, dass es sich um die gleiche ausgebaute Sorte handelt. Synonyme für den Muskat-Ottonel sind unter anderem: Mozzonel, Muscadel Ottonel, Muscat-Ottonel, Muskataly und Ottonel.