Nasco

Die weiße Nacso-Traube gilt als wohl die einzige, authochtone Rebsorte der italienischen Insel Sardinien. Der Anbau dieser Sorte konzentriert sich überwiegend auf den kalkhaltigen Boden im Süden der Provinz Cagliari. Ein weiterer Anbau findet in Oristano und Sassari statt. Doch das Hauptanbaugebiet befindet sind eben bei Cagliari. Das erste Mal erwähnt wurde die Nascorebe vermutlich im 13. Jahrhundert. Der Name ist eine Ableitung von nuscu, was die Muskatnote unterstreicht. Nasco ist eine spätreifende Sorte. Die meisten aus dieser Traube gekelterten Weine weisen einen Alkoholgehalt von etwa 16 Vol % auf, diesem Wert liegt eine Restsüße von 12-20 g/l zugrunde. Mit diesen Eigenschaften wird aus ihm gerne der likörlastige DOC-Wein Nasco di Cagliari hergestellt. Die Triebspitze der Nascorebe ist offen, seine Blätter sind wenig gebuchtet. Die Beeren sind lockerbeerig und mittelgroß. Seine Farbe, die bei voller Reife ein warmes, bernsteinfarbiges Bild liefert, ist sehr außergewöhnlich. Gegen die beiden Mehltauformen erweist sie sich als wenig anfällig. Mit heißen Sommermonaten und Trockenheit kommt sie ausgesprochen gut zurecht. Die Erträge fallen vereinzelt so stark aus, dass sie durch Reberziehung reduziert werden muss, um eine zuverlässige Weinqualität gewährleisten zu können. Synonyme sind Basco Bianco, Nasco di Sardegna, Nascu und Nusco.