Neuburger

Bei der Neuburger Rebsorte handelt es sich um eine in Österreich einheimische, weiße Rebsorte. Erzählungen besagen, dass im Jahr 1860 einige, auch als Seefahrer arbeitende, Weinbauer in Niederösterreich bei Oberansdorf ein Bündel der Reben aus der Donau geangelt haben. Sie pflanzten sie in dem Ort Spitz an und kelterten bereits zwei Jahre später den Wein daraus. In Spitz steht eine Ruine, die die Einwohner schlicht "Burg" nennen, in Oberarnsdorf steht heute ein Denkmal für die Neuburger Rebe. Ursprünglich ging man davon aus, dass es sich bei der Rebsorte um eine zufällig entstandene Kreuzung zwischen dem Silvaner und dem weißen Burgunder handelt. Doch inzwischen ist bewiesen, dass es sich um eine Kreuzung aus Silvaner und rotem Veltliner handelt. Das Bukett des goldgelben Neuburger ist eher geruchsneutral, zum Teil aber auch von einer zarten Nußnuance. Meistens erreicht er nur den mittleren Qualitätsbereich, doch in hervorstehenden Jahrgängen gewinnt er an Ausdruckskraft - besonders, wenn er trocken ausgebaut, im Keller behandelt und bis zu zwei Jahren in der Flasche reifen darf. Er bleibt mild, feinwürzig mit Nußgeschmack. Sein Säuregehalt ist nur gering. Wird der Neuburger süß ausgebaut, entschwinden seine Charktereigenschaften. Der Neuburger ist hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit nicht sehr anspruchsvoll. Die Rebsorte Neuburger kennt man auch unter den Namen Neiburger, Neuburg, Neuburger Blanc und Ujvari.