Nobling

Der Nobling, eine Neuzüchtung aus Silvaner und Gutedel, gehört zu den weißen Rebsorten und wird heute überwiegend in Baden, dort im Markgräflerland angebaut. Die Züchtung aus dem Jahr 1940 entstand im Freiburger Weinbauinstitut. 31 Jahre später wurde sie in der Sortenliste aufgenommen. Der Name Nobling wurde gewählt, um seinen edlen Charakter in Szene zu setzen. Hohe Ansprüche an die Lage hat er nicht, daher wurde er häufig in den unteren Lagen, dem eigentlichen Platz der Müller-Thurgau, angepflanzt. Wählt man trotzdem eine gute, höhere Lage, liefert der Nobling nicht selten Weine, die mehr Rasse und Aroma besitzen, als der Gutedel. Die gekelterten Weine sind gelblich-grün, teilweise gold-gelb und besitzen einen fruchtigen (Pfirsich und Mirabelle), rassigen Körper. Auch wenn er hinsichtlich der Lage genügsam ist, benötigt er feucht-warmes Klima, was er eben in Baden vorfindet. Der Nobling ist in den vergangenen Jahren eine bedeutende Rebe zur Herstellung von Sekt geworden. Als Grundwein für den Sekt eignet er sich aufgrund seiner zuverlässigen Eleganz, seiner ausgereiften Säure, dem soliden Mostgewicht. Waren 1994 noch 128 Hektar bestellt, waren es im Jahr 2000 lediglich 95 Hektar. Synonyme vom Nobling sind nicht bekannt.