Nützlinge

Die Bezeichnung Nützlinge verwendet man eher im ökologischen Weinbau, anstatt bei den klassischen Erzeugern. In biologischen Betrieben kennt man nicht nur Schädlinge, sondern auch Lebewesen und Organismen, die eine Entwicklung fördern, unterstützen können.

Als solche gilt bei den Vögeln unter anderem das Rotkehlchen, welches als natürliches Insektizid dient, weil es lediglich die Insekten frisst, aber nicht an die Trauben geht. Auch der Marienkäfer ist schädlingsfressend. Weitere Nützlinge sind Spinnen, Tausendfüßler, Schlupfwespen oder auch Wanzen, denn diese werden vom Traubenwickler sehr gefürchtet. Nützlinge greifen völlig natürlich unterschiedliche Schädlinge an.

Weitere biologische Helfer sind Würmer und Mäuse, da diese den Rebbergboden auflockern, der von den Maschinen oder dem Regen immer wieder verdichtet wird.

Es gibt auch pflanzliche Nützlinge, die sich zwischen den Reben ansetzen und so Platz für andere Nützlinge bereit halten. Entfernt man diese als „Unkraut" , ist ihnen der Lebensraum genommen. Manche Pflanzen sind auch Schattenspender der Rebstöcke und bewahren so den Boden vor dem Austrocknen.