Pais

Die rote Rebsorte Pais wird vor allem in Chile angebaut. Hier sind die Hauptanbaugebiete die Regionen Maule und Bio-Bio. Die Pais hat auch historisch eine große Bedeutung und zählt zu den meist verbreiteten Rebsorten der Welt. Sie geht wahrscheinlich aus der ersten Rebe des amerikanischen Kontinents, der Vitis vinifera, hervor. Hernando Cortez ließ sie mit Eroberung des neuen Landes von Franziskaner Mönchen kultivieren. Sie wurde erst in Mexiko, später auch im Südwesten der USA gepflanzt und diente vor allem für die Produktion von Messwein. In Kalifornien legte der Franziskaner Missionar Juniperro Serra den ersten Weinberg mit der Rebe Pais an. Hier gibt es noch heute 400 Hektar Rebfläche, die mit dieser Rebsorte bestockt sind. Aus den Trauben werden meist süße, gespritete Weine gewonnen. Die Rebe Pais, die auch Negra Perana genannt wird macht ein Viertel der Rebfläche in Chile aus. Ebenso wird sie auch in New Mexiko und Peru angebaut. Hier ist sie unter dem Namen Negra Corriente bekannt. Von der Pais existieren einige Variationen mit helleren Trauben. Vor allem in Argentinien und Mexiko werden die so genannte Criolla Grande und Criolla Chica angebaut. Aus diesen Trauben werden hellrote oder dunkle Weißweine gekeltert. Die hellrote Criolla Sanjuanina, die letztlich auch aus Züchtungen der Pais hervorgegangen ist, ist die meistangebaute Rebe in Argentinien. Vermutlich geht auch die auf Sardinien und in Spanien beheimatete Sorte Monica ursprünglich auf die Pais Rebe zurück.