Phönix

Die weiße Rebsorte Phönix stammt aus Deutschland und ist dort sehr verbreitet. In der Pfalz wurde diese Sorte neu gezüchtet. Sie ist eine Kreuzung aus Bacchus und Villard Blanc. Namensgeber ist der Vogel aus der griechisch-ägyptischen Mythologie. Den Sortenschutz bekam sie 1992, klassifiziert wurde sie bereits zwei Jahre später in Hessen, hingegen erst 2000 in Bayern. Die Phönixrebe ist überdurchschnittlich resistent gegen Pilzkrankheiten und relativ unempfindlich gegen Frost. Besonders beliebt ist die Rebe dadurch bei ökologischen Betrieben. Kleinere Anbaugebiete gibt es in England und im deutschen Nachbarland Holland. Gekelterte Weine weisen einen sanften, frischen Muskatton auf, sind vollmundig und besitzen eine angenehme Säure. In vielen Regionen ist die Phönix, die zur Weinherstellung gezüchtet wurde, auch eine Tafeltraube, die gerne und häufig im heimischen Hausgarten angepflanzt wird, da sie recht anspruchslos hinsichtlich des Bodens ist und an sonnigen West- Südostwänden einen starken Wachstum besitzt. Ein weitere Vorteil sind die hohen Erträge und eine nahezu kernlose Frucht. Da sie zur Überreife neigt und dann aufplatzt, sollte man sie ab August nicht mehr gießen und im September zügig ernten. Die Triebspitze der Phönix ist leicht weißwollig und die jungen Blätter weisen bräunliche Stellen auf. Die Beeren werden recht groß und sind regelrecht gold-gelb, bis ins grünliche.