Picolit

Die Ableitung, Verniedlichung von den kleinen Beeren ist Namensgeber für die alte, weiße Rebsorte, die schon vor den Römern in der Region Venetien bekannt war. Bereits im Jahr 700 war sie dort ansässig. Als sie schon nahezu ausgestorben war, wurde sie im 19. Jahrhundert wieder entdeckt. Picolit ist Bestandteil für teure, sehr seltene Dessertweine. Kenner bezeichnen Picolit als „Perle", denn es ist ein sehr kostbares Gut, ein Ergebnis einer gekonnten Herstellung und Produktion. Der Wein ist süß, weich und ähnelt der französischen „Sauternes". Durch eine Blumenabtreibung werde nur etwa sechs von 30 Trauben reifen. So liefert jede Pflanze circa vier, nicht sehr große, pyramidenförmige Trauben. Durch die Größenreduzierung der Beeren verliert sie Flüssigkeit, diese Tatsache verstärkt die Konzentration an Zucker und Aromastoffen. Nach der Reife werden die Triebe von der Rebe abgeschnitten und die Traube verbleibt noch wenige Tage am Rebstock. Während dieser Zeit wirken Sonne, Nässe und Wind auf den Geschmack ein. Dieser Prozess limitiert zwar die Ernte, doch da man anschließend weder Zucker noch Alkohol hinzugeben muss, verliert sie nicht an Wert. Seine Süße und einzigartigen Charakterzüge machen aus dem Picolit eine Perle, die ideal zu Käse und Süßspeisen passt. Der Picolit ist ein spezieller Wein für jeden, der es versteht, ihn zu genießen. Bekannte Synonyme sind unter anderem Blaustengler, Piccoletta, Piccolito und Piros Keknyelue.