Piquepoul

Diese weiße Rebsorte ist auch unter dem Namen Piquepoul Blanc geläufig. Sie ist eine Mutation aus der roten Rebe Piquepoul Noir. Erstmals wurde die aus Frankreich stammende Sorte urkundlich im 17. Jahrhundert erwähnt. Früher war Piquepoul Blanc die bedeutendste Rebsorte zur Herstellung von Armagnac, doch durch das Reblaus-Unheil während des 19. Jahrhunderts hat Ugni Blanc deren Ablöse übernommen. Übersetzt man den Namen ins Deutsche, so bedeutet er „Lippenbeißer" - diesen Namen hat sie sicher dem perligen, sehr starken, aber dennoch angenehmen Säuregehalt zu verdanken. Der Bestand an Piquepoul Blanc ging stark zurück, erst seit kurzem werden wieder vermehrt Rebflächen mit ihr bestockt. In Languedoc-Roussillon hat Piquepoul inzwischen einen Platz als zugelassener Verschnittwein erreicht. Neben Frankreich sind auch Rebflächen in Ungarn, Rumänien, Spanien, Deutschland, Australien und in den USA bestockt. Wegen seiner internationalen Verbreitung sind viele verschiedene Synonyme entstanden, die teilweise für Verwirrung sorgen, da der weiße Piquepoul Blanc teilweise die gleichen Synonyme trägt, wie der rote Piquepoul Noir. Geläufig sind Alella, Avello, Picapoll, Picpoul, Picapolla.