Portugal

Das westliche Land der iberischen Halbinsel erstaunt auf Grunde der recht kleinen Anbaufläche mit seinen unterschiedlichen Weinstilen. Portugal bietet Weine, die gegensätzlicher nicht sein können. Zwischen den weißen, zarten Vinho Verde und dem würzigen, dunklen Portwein ist Platz für so einige gelungene Überraschungen. Trotzdem spielt Portugal nicht wirklich eine Hautrolle im Schauspiel der Weinnationen und doch lohnt es sich, sich auf die Spuren dieser geschmacklichen Schätze zu machen.

Die Anbauregionen weisen verschiedene Weintypen auf, je nach Bodenbeschaffenheit, Rebsorten und Vorbereitung der Reben, ändert sich der Charakter des Weines.

Portugal wird bezüglich dem Weinanbau nicht ernst genommen, zu unrecht wird er belächelt, denn er befindet sich auf gewaltigem Vormarsch. Das Land verfügt über alte, individuelle Rebsorten, dessen Eigenarten die Winzer gelernt haben zu nutzen und umzusetzen.

Man sagt, der Portugiese trinkt jährlich pro Kopf knapp 70 Liter, also in etwa so viel wie die Italiener oder die Franzosen. Die Qualität der portugiesischen Wein verdient einen höheren Bekanntheitsgrad, er besticht durch Tradition anstatt durch modische Veränderungen. Dabei gehört der Weinanbau in Portugal zu dem ältesten Europa. Vermutlich wurde er durch die Phönizier in der vorrömischen Zeit kultiviert. Erst durch die Eroberung der Christen, verschwand der Weinanbau fast gänzlich. Inzwischen werden 390.000 Hektar bestellt, aus deren Ertrag etwa 8 Millionen Hektoliter Wein, allerdings mit sehr großen Schwankungen, gewonnen werden. Es gibt aktuell 40 definierte Qualitätsweinregionen, die sogenannten VQPRD-Regionen. 15 von ihnen sind hochwertig eingestuft und tragen daher die Bezeichnung "Denominacao de Origem Controlada", welche in etwa mit der französischen Klassifikation "Appellatio d'Origine Controlee" gleichzusetzen ist.

Hauptanbaugebiete in Portugal sind: Alentejo, Bairrada, Dao, Duoro und Madeira.