Portwein

Portwein ist nicht gleich Portwein, trotzdem kann man ganz allgemein gesprochen sagen, dass es sich beim Portwein um einen schweren, eher süßen und aufgespriteten Südwein handelt. Ein echter Portwein darf nur aus Portugal kommen und auch dort nur aus einer ausgewiesenen Region - aus dem Douro-Tal.

Es gibt Portweine mit vollkommen unterschiedlichen Charaktermerkmalen, die in Abhängigkeit der verschiedenen Elemente stehen. Der Grundwein ist entscheidend, aber auch die Reifezeit, der Jahrgang, Süßegrad und dem Stil des Herstellerbetriebes.

Die Grundweine, also ob ein Tawny oder ein Ruby ist, entscheidet über die Farbe, Reifepotenzial und den Extraktgehalt. Sie sind Basis für unterschiedliche Portweintypen. Der Reifeunterschied ergibt sich aus dem Zeitraum und dem Reifebehälter. Ein Jahrgangsportwein trägt die persönliche Note der entsprechenden Ernte. Und der Süßegrad wird vom Kellermeister entschieden: Er trifft die Entscheidung, welcher Restzucker im Portwein enthalten bleiben soll. Jeder Produzent hat seine eigene Überzeugung und seinen eigenen Stil - er entscheidet, welches Destillat er verwendet.

Der Portwein hat seine Wurzeln im 13. Jahrhundert mit der Neuanlage der Weingärten im Douro-Tal. Hier entstand der Vinho de Lamego nach der gleichnamigen Stadt. Was der ausschlaggebende Punkt für den Namen Portwein, anstatt Vinho de Lamego, war, ist nicht bekannt, doch durch ein Handelsabkommen im 17. Jahrhundert mit den Engländern gelangte der Portwein nach und nach zu Weltruhm.