Prosecco

Diese weiße Rebsorte wächst ausschließlich in Italiens Nordosten, dort auf den Rebflächen der Provinzen Venetien und Treviso. Aus der Traube der Prosecco wird überwiegend der italienische Frizzante, aber auch klassischer Wein gekeltert. Eigentlich kann diese Weinsorte überall gekeltert werden, doch nur solcher, der aus der Gemeinde Conegliano und Valsobbiandene stammt, darf die Bezeichnung „DOC"-Prosecco tragen. Aus anderen Regionen erlangt die gleiche Traube den Titel „IGT". Diese Differenzierung ist zwingend eine Unterscheidung in verschiedene Qualitäten. Die Mutmaßung, der Begriff wäre von einem Dorf Italiens abgeleitet, ist falsch. Auch hat er nichts mit dem Secco, der italienischen Bezeichnung für „trocken" zu tun. Wenn man im Geschäft einen Prosecco Frizzante für weniger als 2 Euro pro Flasche erhält, handelt es sich in der Regel um einen Cuvee, dem man Kohlensäure beigefügt hat. Dies darf man ohne weiteres dann, wenn nur bis zu 15 % einer anderen Sorte beigemischt wurde. Diese Verlängerung bedarf auch keiner Auszeichnung auf dem Etikett. Solch ein einfacher Frizzante gibt die Kohlensäure sehr schnell ab und ist geschmacklos. Ein guter Spumante besitzt deutlich mehr Kohlensäure, die auch lange erhalten bleibt. Als Schaumwein ist der Prosecco in einer trockenen und halb-trockenen Version erhältlich. Während früher die Schaumweine auf natürlichem Weg trocken gekeltert wurden, wird er heute leider nahezu restlos vergoren angeboten.