Rebsorten

Als Rebsorten bezeichnet man die Pflanze, aus deren Ernte Wein gekeltert wird. Wie bei allen anderen Nutzpflanzen gibt es auch hier kultivierte Sorten. Durch die Züchtung und die Auswahl der entwickelten Sorten der Gattung Rebe, sind weltweit schätzungsweise 8000 Rebsorten existent, von denen etwa 2000 für den Weinanbau offiziell zugelassen sind.

In Deutschland verwendet man circa 50 verschiedene Sorten, die Hälfte von diesen erwirtschaftet schon einen Ertrag von 95 % der gesamten Menge.

Die Rebsorte als reine Rebsorte oder als Kreuzung verleiht dem Wein den Charakter. Das Zusammenspiel von Klimaverhältnissen, Bodenbeschaffenheit und der Leidenschaft zum Wein sorgt je nach Region und Jahr für die besondere Nuance im Geschmack. Insgesamt sagt man, beeinflussen drei grundsätzliche Eigenschaften das Ergebnis eines Weines. Zum einen durch das Terroir, welches die Grundlage Acker, Boden und Gelände bestimmt. Je nach Beschaffenheit, erhält man durch das Keltern der gleichen Rebsorte einen völlig anderen Wein. Des Weiteren die Vinifikation, also die tatsächliche Verarbeitung des Weines, sowie deren Lagerung. Die Rebsorte selber verleiht dem Wein die Primäraromen, die Verarbeitung die Sekundäraromen und die Lagerungen die Teritäraromen.

Die Rebsortenkunde ist eine Wissenschaft für sich und trägt in dieser die griechische Bezeichnung Ampelographie, in der man sich der Abgrenzung der einzelnen Sorten widmet. Hier wird hinsichtlich der verschiedenen Beschreibungsmerkmale unterschieden. Solche Merkmale umfassen die Triebe, Blattform, Trauben- größe, -farbe und -form.