Roséwein

Roséwein wird aus blauen oder roten Trauben gekeltert, hierbei dürfen die Beeren nur kurze Zeit auf der Maische verbringen, die Kontaktintensität mit der Maische sorgt für die Farbgebung des Weines.

Der Roséwein kann unterschiedlich hergestellt werden. Zum einen gibt es dort das Verfahren des Grauen Weins, der auch als blasser Rosé oder Weißherbst bezeichnet wird. Bei dieser Methode werden die Trauben unzerkleinert sofort nach der Lese gepresst, wodurch sich die rote Farbe sehr schnell im Saft verteilt. Erst jetzt filtert man die Kerne und die Traubenschale aus dem Saft, bevor er wie Weißwein weiter gekeltert wird und zum Gären kommt. Die andere Möglichkeit ist beim klassischen Roséwein, dass die Trauben nach dem Pressen zum Gären gebracht werden. Nach circa 12 Stunden bis zwei Tagen werden bis zu 15 % des Mostes ungepresst abgezogen. Wenn die gewünschte Farbe erreicht ist, füllt man den Wein um und lässt ihn weitergären, er wird dann als Roséwein vinifiziert. Durch den höheren Schalenanteil besitzt der Wein eine höhere Konzentration.

Weißwein mit Rotwein zu vermischen, wird nur dann vollzogen, wenn man Roséschaumwein herstellen möchte. Für den Roséwein ist es ansonsten verboten, das Mischen der Trauben hingegen nicht.

Der Lieblingswein von Ludwig XIV. war ein Roséwein, doch Weinkenner schätzen ihn nicht so besonders und genießen ihn allenfalls als leichten Sommerwein oder als Aperitif. Es scheint nur einen wirklich beliebten Roséwein zu geben - den Tavel aus Languedoc-Rousillion, der wegen seinem würzigen und beerigen Geschmack geschätzt wird.

Roséweine sollten nicht länger als ein bis zwei Jahre lagern, da sie nicht über viele Gerbstoffe verfügen. Es heißt, der Geschmack sei am besten, wenn der Zeitraum zwischen Ernte und Verkauf am kürzesten ist.
Zur Vorspeise, Fisch, aber auch zu Antipasti, passt ein Rosé hervorragend.