Schaumwein

Der Oberbegriff für schäumende Weine - die Bezeichnung ist allerdings irreführend, denn ein Champagner ist zwar ein Schaumwein, aber ein Schaumwein ist nicht immer ein Champagner. Es ist also viel mehr eine Bezeichnung für die schlichtere Sorte der Tafelweine, die schäumen.

Deutschland stellt unterschiedliche Anforderungen an den Schaumwein. Zwingend ist, dass auf dem Etikett das Herkunftsland deklariert ist, der Alkoholgehalt mindesten 9,5 Vol. % enthalten muss, der Kohlensäureüberdruck muss bei 3 Bar und der Anteil an geschwefelter Säure unter 235 mg liegen. Ein Schaumwein wird stets aus Jungwein produziert, der seine erste Gärung abgeschlossen hat. Hier wird aus den verschiedenen Rebsorten der Jungwein zu Cuvée gemischt. Diese Cuvée sichert einen Qualitätserhalt, der nicht abhängig von der Lese eines Jahrgangs ist.

Bei der Herstellung von Schaumwein gibt es verschiedene Methoden: die Großraumgärung, Flaschengärung oder die Champenoise-Methode. Ein Schaumwein hat sich bereits beim Produzenten voll entwickelt und ist daher nicht unbedingt für eine lange Lagerung geeignet. Um jedoch seine Qualität zu erhalten, sollte er dunkel und kühl gelagert werden, die beste Temperatur ist hier zwischen 10-15° C. Besitzen die Schaumweine einen Korken aus Kunststoff, kann er stehend gelagert werden, bitte nicht mehr als drei Jahre. Gute Schaumweine mit natürlichem Korken können bis zu acht Jahren liegend lagern, damit der Korken feucht bleibt.

Die Grenzwerte für den Restzuckergehalt liegen durch die Kohlensäure über dem des Weines.

Den Schaumwein kannten bereits die Römer, allerdings geschah die Gärung eher zufällig. Der wohl berühmteste Kellermeister, der Benediktinermönch Dom Péringnon, entwickelte ab 1668 die verschiedenen kontrollierten Techniken. Dank seinen Forschungen wurden die Geheimnisse gelüftet, seine „Vorboten" stets weiter entwickelt.