Wein als Partner von Schokolade und Käse

Besitzt die Schokolade eine hochwertige Qualität, kann ein gemeinsamer Auftritt für eine besondere Geschmacksdimension sorgen. Die Kakaobohne und die Schokoladenkultur um diese herum sind über 3.000 Jahre alt. Die Kakaopflanze hat mehr mit einem Rebstock gemeinsam, als man auf den ersten Blick meinen könnte, denn auch sie ist geschmacklich von der Bodenbeschaffenheit und dem vorherrschenden Klima abhängig.

Wer einmal in den Genuss eines Besuchs einer Schokoladenmanufaktur gekommen ist, weiß, welch eine ernorme Geschmacksvielfalt eine Schokolade aufbringen kann, wie viele Aromen von ihr ausgehen. Die Komposition aus Wein und Schokolade ist ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Für ein solches Erlebnis ist jedoch ein hoher Kakaoanteil nötig - also nicht wirklich die klassische Vollmilchschokolade von der Kuh, sondern solche, die aus besagter Kakaobohne hergestellt wird. Vor allem die beiden Sorten Trinitario und Criollo sorgen für ein ausbalanciertes Aroma. Die passende Schokolade zum Wein zu finden, gleicht einem spannenden Experiment und einem guten Training für die Geschmacknerven.

Um schon mal eine grobe Richtung anzugeben: Zu einem Rotwein passt am besten eine Schokolade mit geringem Zuckergehalt und hohem Kakaoanteil. Auch zum Käse passen die verschiedensten Weinstile. Doch entgegen der weitläufigen Vermutung ist ein Rotwein nicht wirklich passend zum Käse, diese Kombination passt nur selten zueinander. Durch die Milchsäure und die Salze in einem Käse wirken diesen durch tanninreiche Weine mit einem hohen Säureanteil noch konzentrierter. Daher ist der Wein als Begleiter zum Käse nur dann ratsam, wenn er weniger säure- und tanninhaltig ist. Da aber die Süße eines Weins den Geschmack des Käses ausgleicht, ist ein Süßwein oder duftiger Schaumwein der bessere Partner für einen Käse. Doch wie mit allem, was mit den persönlichen Geschmack zusammenhängt, kann es nur ein gut gemeinter Anreiz sein und keine unabdingbare Regel.