Spanien

Wer hätte das gedacht? Spanien besitzt mit 1.200.000 Hektar die größte Rebfläche der Welt. Diese Felder und Hänge liefern jährlich mehr als 11 Millionen Hektoliter Wein. Trotz dieser eindrucksvollen Zahlen ist Spanien in der weltweiten Weinproduktion auf Platz 3.

Mit dem EU Beitritt im Jahr 1986 begann der spanische Aufschwung in Sachen Weinanbau. Die Weinbauer investierten in moderner Anlagen, Kellertechnik und suchten nach geeigneten, eher kühleren Regionen. Fazit sind individuelle Weißweine, einzigartige Rotweine, deren gehaltvoller Geschmack überzeugt.
Spanien besitzt einige Qualitätsweine mit DOC Status die sich auf die 53 Regionen verteilen. Die Bezeichnungen und Gliederungen der Qualitätsnachweise sind in Spanien sehr übersichtlich gestaltet. Aus Spaniens Stadt Jerez kommt der wohl sicher berühmteste Dessertwein der ganzen Welt, der Sherry. Dieser Klassiker der spanischen Weingeschichte ist in vielen Nuancen erhältlich.

Weine von Bodegas sind neben dem Sherry sehr gefragt, ganze Hallen sind mit deren Fässern gefüllt. Doch seit kurzem etablieren sich auch kleinere Winzer.

Hinter Frankreich und Italien ist Spanien das drittgrößte Weinland Europas und überwiegend ein Garant für guten Rotwein. Spaniens bekanntesten Rebsorten sind Tempranillo und Garnacha, sie überzeugen mit kraftvollen, fruchtbetonten Weinen. Die Trauben für die hervorstechenden Qualitätsweine werden überwiegend in größerer Höhe, wie in Rioja angebaut. Das Fundament für Spaniens Weinbau wurde wahrscheinlich im 2. Jahrhundert v. Christus gelegt. Die Weine Spaniens zeichnen sich nicht nur durch ihren Geschmack, sondern auch durch angenehme Preise aus. Alles in allem kann man sagen, dass sich das Temperament der Spanier in den Weinen durchsetzt. Die bekannteste Weinregion ist zwar Rioja, aber das Land hat mehr zu bieten. Auch die Weinanbaugebiete Alicante, Conca de Barbera, Costers del Segre, Montilla-Moriles, Malaga, Navarra, Penedes, Rias Baixas, Ribeiro Sacra, Somontano und Jerez liefern exzellente Kostbarkeiten.