Traubenbeere

Eine Traube setzt sich aus vielen Beeren zusammen, die je nach Rebsorte, eine blaue, grünliche, oder rosa Farbe besitzen.

Hinsichtlich der Größe und der Festigkeit sind sie unterschiedlicher Natur, durchschnittlich besitzen sie etwa zwei bis drei Zentimeter Durchmesser. Die einzelnen Beeren sind mit einem kleinen Stiel am eigentlichen Traubengerüst befestigt. Eine Beere setzt sich aus der farbigen Schale oder Beerenhaut zusammen, in Richtung Stielansatz ist noch ein Blütenrest zu erkennen. Das Fleisch der Beere besitzt den größten Anteil einer Beere, es speichert auch den Saft. Auch bei den blauen Rebsorten ist das Fleisch hellgrün, bei manchen sogar fast weiß. Zur Mitte hin wird das Fleisch der Beere dichter, man nennt diesen Bereich auch Butzen. Hier befinden sich die Kerne - in der Regel nicht mehr als drei Stück. Diese Samen sind die Vermehrungsorgane der Rebe. Da die Vermehrung jedoch überwiegend über Stecklinge erfolgt, haben diese Samen nur noch für die Züchtung eine nennenswerte Bedeutung.

Der Saft einer Traube besteht bis zu 85 % aus Wasser, der übrige Anteil, Säure und Zucker ist je nach Reifezustand der Traube bzw. der Beeren verschieden. Je reifer die Frucht ist, desto größer sind ihre Geschmackssubstanzen. Diese Substanzen, ebenso wie Tannine und Pigmente liegen am deutlichsten unmittelbar unter der Haut. Die bitteren Gerbstoffe befinden sich überwiegend um die Kerne herum.

Wie die Ernte eines Weinstockes ausfällt, ist unter anderem vom Wetter und von dem Rebschnitt abhängig, doch auch das Alter des Stockes ist Entscheidungsträger der Ertragsmenge und deren Qualität. Ab dem dritten Lebensjahr lohnt sich die Lese erst bei einem Rebstock, die folgenden Jahre sollte er konstant bleiben. Nach zwanzig Jahren ist der Ertrag rückläufig, viele holzen nach dieser Zeit die Stöcke ab, obwohl die Qualität später oft erst richtig zu Geltung kommt.