USA

Schon durch die Größe bedingt, bietet die USA eine unwahrscheinliche Vielfalt hinsichtlich der Anbaubedingungen der einzelnen Rebsorten. Auch wenn nahezu jedes Bundesland seinen eigenen Wein besitzt, ist Kalifornien unangefochtene Nummer 1. Hinsichtlich den Bordeaux- Weinen und den weißen Burgundern macht diesem Staat keiner so leicht etwas vor. In Kalifornien werden fast reine Rebsorten gekeltert. Größtenteils der Chardonnay und Cabernet Sauvignon, aber auch Zinfandel, Merlot und Chenin Blanc.

Den größten Rückschlag hinsichtlich des Weinanbaus in den USA hat sich das Land selber zuzuschreiben. Durch das staatliche Verbot von Herstellung, Transport und Verkauf alkoholischer Getränke, erlebte die amerikanische Weinkultur einen Untergang. Erst jetzt, 50 Jahre später gehört die USA, dank Kalifornien, zu den führenden Weinbauländern der Welt.

Von etwa 2200 Betrieben befindet sich die Hälfte alleine in Kalifornien, 70 % des kompletten Weines wird hier produziert. Im Gegensatz zu den europäischen Ländern, sieht man den Wein in den USA als Luxusgut und ist daher im Vergleich erheblich teurer. 3.300.000 Hektar liefern 20 Millionen Hektoliter Wein, was die Vereinigten Staaten den sechsten Platz in der Weinproduktion beschert. Einen genauen Zeitpunkt des Beginns der amerikanischen Weingeschichte zu bestimmen, erweist sich als äußerst schwierig. Die Wikinger machten zwar 1000 nach Christus die ersten Erfahrungen hier mit dem Wein, jedoch wurde dieser nicht aus extra angebauten Reben gewonnen, sondern aus wild wachsenden, wohl eher als ungenießbar einzustufenden Trauben. Erst die Europäer vermittelten im 17. Jahrhundert die Amerikaner die Weinkunst, die sich im 19. mit der Alexanderrebe etablierte. Kalifornien wird wohl ewiger Spitzenreiter bleiben, doch auch New York, Ohio, Virginia, Oregon, Washington, Texas und Illinois sind als Anbaugebiete nicht zu verachten.